Die Phiolosophie der Schwellen
Stellen Sie sich Ihr Leben als ein Haus vor. Wie sähe es aus? In welchem Raum sind Sie zur Zeit am liebsten?
Wenn wir durch ein Haus gehen, treten wir von einem Raum in den anderen. Zwischen den Räumen öffnen und schließen wir Türen. Wir überschreiten beim Hindurchgehen eine Schwelle. Diese Schwellen können nicht nur unsere Umgebung verändern: Auch wir verändern uns mit den Schwellen, die wir nehmen. In jedem Raum warten andere Aufgaben und Möglichkeiten auf uns. In der Küche versorgen wir uns, im Badezimmer reinigen wir uns, es gibt Räume zum Ausruhen und Räume zum produktiven Arbeiten oder auch einfach Durchgangszimmer.
Nun ist das Leben kein Haus, aber auch machen wir Schritte in zeitliche Räume, Lebensabschnitte.
Sei es eine Geburt, die Verlobung, die Trauung, ein Abschied oder -schlicht- das Älterwerden, das uns bevorsteht.
Diese Lebensschwellenübertritte sind oft bewusste Entscheidungen. Wir spüren, dass es an der Zeit ist, ein neues Zimmer einzurichten oder eines zu verschließen. Wir halten inne, denn wir können kein neues Kapitel beginnen, ohne einen Entwicklungsschrittt gegangen zu sein und oft auch nicht, ohne etwas loszulassen. Rituale symbolisieren diese Übergänge.
Vor welcher Schwelle stehen Sie? Lassen wir uns im Kreis zusammenkommen und die Schwelle gemeinsam feiern!
Schwellenpoesie
Was ist Ich? Wo finde ich Mich?
Was ist Ich?
Wo finde ich Mich?
Durch Festigkeit im Körper
Und Geist, entspringend aus der Höhe,
Gibt es eine Stelle
Wo ich bin
Ist Ästhetik und das Schöne
Und wird verkörpert hier durch meine Schwelle.
Warum sollte ich sie übertreten?
Fragt mein Verstand
Schreit mein Intellekt
Es ist mühsam und tut weh
Es ist sinnlos
Aber schön.
Der Entschluss zu gehen bin ich.
Der Entschluss zum Übertritt bringt Willensstärke mit.
Was um mich herum passiert, wirkt auf mich ein
Und wird später mal mein Wille sein
Der wiederum passiert.
Ich versuche die höhere Wahrheit zu begreifen.
Vergeblich.
Und dabei begreife ich Mich.








